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Tattoo: being here now

Tattoo being here nowWas macht man, wenn man Lust auf ein Tattoo hat und einer der schmerzempfindlichsten Menschen auf diesem Planeten ist? Richtig, man belässt es beim Träumen von, fühlt ab und zu einen Mutschub, um es dann doch wieder zu verschieben. So auch bei mir.

Lange schon standen Motiv und Platzierung fest, nur am Mut mangelte es. Bis mein Mann am 23. Juli 2015, an meinem 46. Geburtstag, für mich Nägel mit Köpfen machte. Ein Geschenkgutschein für ein Tattoo von Reinkarnation, DEM Kölner Studio aus dem Belgischen. Und das inklusive Vorbesprechungstermin bei Frankie, Spezialist für Mandalas und Schriftzüge. „Nun gut, Vorbesprechung hört sich harmlos an, für Termine muss man ja eh Monate warten“, so die Selbstberuhigung der Hypochonderin. Pustekuchen. Nach kurzer und schmerzfreier Vorbesprechung die Terminvergabe: In zwei Tagen sei gerade etwas frei geworden. OK? OK …

Zwei Tage später liege ich dann mit meinem blauen Kleidchen und goldenen Schühchen auf der Liege im Reinkarnation. Um mich herum ein Großtattoo neben dem anderen. Meine bange Frage an Frankie: „Wird es weh tun?“ Er: „Schon!“ Ich: „Dann leg los!“ Mir kommt es vor wie der Sprung vom 10-Meter-Brett. Ein paar Stiche weiter fragt Frankie: „Und, tut‘s weh?“ Und ich? Zugegeben, mein Tattoo ist klein und fein, deswegen wird es vielleicht niemanden außer mich selbst überraschen: Es tat null Komma null weh. Kein Schmerz. Nichts. Und dann auch noch wunderschön: being here now auf meinem linken Unterarm.

Seitdem ist mir das Tattoo so ans Herz gewachsen, als Schmuckstück und Richtungsweiser: Wir verbringen so viel Zeit damit, der Vergangenheit nachzuhängen und die Zukunft zu planen. Dabei findet das Leben immer nur genau in diesem Augenblick statt. Den jetzigen Moment so zu anzunehmen, wie er ist. Ohne Wertung. Entspannt. Als Zeuge. Oder wie Osho sagt: meditation is being here now. Dafür ist mir das Tattoo immer wieder eine Erinnerung. Danke.

Infos: reinkarnationtattoos.com

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